Haus mit großtzügigen Glasfenstern und PV-Anlage

Wie viele Kollektoren braucht das Haus?

Mit dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz, das 2009 bundesweit eingeführt wurde, sind regenerative Energien im Neubau Pflicht. Aber auch in bestehenden Gebäuden wird der Einsatz der sparsamen Sonnenwärme immer beliebter. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) informiert, welche Kollektortypen es gibt und wie viel Fläche für die solare Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung installiert werden sollte.

Zwei Solar-Platten
Vakuumröhrenkollektor SolvisLuna

Flach- oder Röhrenkollektoren?

Die Heizungsindustrie bietet zwei Sorten von Kollektoren an: Flach- und Röhrenkollektoren. Laut Aussage des BDEW sind Flachkollektoren preiswerter als Röhrenkollektoren, haben aber einen etwas niedrigeren Wirkungsgrad. Bei der solaren Warmwasserbereitung sind pro Person im Haushalt etwa 1,5 Quadratmeter Flachkollektorfläche nötig, bei Röhrenkollektoren sind es nur 1,0 Quadratmeter. Pro Kopf werden etwa 40 Liter 45 Grad warmes Wasser veranschlagt. Für einen vierköpfigen Haushalt sind demnach sechs Quadratmeter Flach- und vier Quadratmeter Röhrenkollektoren sinnvoll sowie ein Warmwasserspeicher mit circa 300 Litern Fassungsvermögen. Experten gehen davon aus, dass mit Sonnenwärme bis zu 60 Prozent der Energie bei der Warmwasserbereitung eingespart werden können.

Wer mit der Sonne zusätzlich Energie bei der Raumwärme einsparen möchte, muss sich mehr Kollektoren auf das Dach packen. Die notwendige Fläche orientiert sich an der beheizten Wohnfläche, dem energetischen Standard des Gebäudes und der Ausrichtung der Kollektoren zur Sonne, so dass die Planung sehr individuell vom Fachmann vorzunehmen ist. Als grobe Daumengröße lassen sich laut BDEW ungefähr drei bis vier Quadratmeter Flachkollektoren und zwei bis drei Quadratmeter Röhrenkollektoren pro Person veranschlagen. Das entspricht in einem Beispielhaus mit 150 Quadratmeter Wohnfläche etwa 14 Quadratmeter Flach- und 10 Quadratmeter Röhrenkollektorfläche. Besonders in gut gedämmten Gebäuden mit Fußbodenheizungen spielt eine Solarheizung ihre Vorteile gut aus. Kommt zusätzlich eine Erdgas-Brennwertheizung zum Einsatz, lässt sich der gesamte Wärmebedarf des Hauses vergleichsweise energiesparend decken. Brennwertgeräte nutzen zusätzlich die Wärme, die im Abgas enthalten ist und sparen so etwa 10 Prozent Energie gegenüber herkömmlichen Niedertemperaturheizungen ein. Die solare Heizungsunterstützung bringt laut Auskunft des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) in Niedrigenergiehäusern bis zu 40 Prozent Ersparnis.

Attraktive Förderprogramme

Sowohl die solare Heizungsunterstützung als auch solare Warmwasserbereitung werden vom Staat bezuschusst. Pro Quadratmeter Kollektorfläche gibt der Gesetzgeber 60 Euro für die solare Warmwasserbereitung und 105 Euro für die Heizungsunterstützung dazu. Darüber hinaus gibt es einen Umstellungsbonus für Heizungsmodernisierer. Wer seinen Altkessel, der ohne Brennwerttechnik arbeitet, gegen eine neue Anlage mit Brennwert- und Solarnutzung austauscht, erhält 375 Euro Zuschuss im Falle einer Anlage zur solaren Warmwasserbereitung und 750 Euro für eine Anlage, die auch die Sonnenwärme für die Heizung nutzt.

Unsere Solarexperten beraten Sie gerne zu der für Sie idealen Lösung und den aktuellen Fördermöglichkeiten.

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